Fragen zur PCI
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur PCI.
Was ist die Pädagogische Cloud Infrastruktur (PCI)? Welche Möglichkeiten bietet die gemeinsame Cloud-Betriebsplattform und wie können weitere Länder von ihr profitieren? Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen zu den Zielen, Strukturen und Leistungen der PCI.
Häufig gestellte Fragen zur PCI
Die Pädagogische Cloud Infrastruktur (PCI) ist eine gemeinsame Cloud-Betriebsplattform der beteiligten Länder. Sie schafft die technische Grundlage für einen sicheren, skalierbaren und verlässlichen Betrieb digitaler Anwendungen für Schule und Schulverwaltung.
Ziel der PCI ist der Aufbau gemeinsamer, zukunftssicherer Betriebsstrukturen für digitale Bildungsanwendungen der beteiligten Länder. Damit entsteht eine verlässliche technische Grundlage, auf der Anwendungen skalierbar und sicher betrieben werden können.
Dabei bleibt die föderale Eigenständigkeit der Länder erhalten: Die Länder gestalten die PCI gemeinsam und entscheiden jeweils selbst, welche Anwendungen sie auf der PCI betreiben möchten und welche PCI-Services sie entsprechend ihren Bedarfen nutzen. Perspektivisch soll die PCI außerdem zu einer Plattform für ländergemeinsame Services weiterentwickelt werden.
Die PCI wird derzeit von sechs Ländern gemeinsam gestaltet: Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Im Steuerungskreis geben ihre Vertreterinnen und Vertreter die strategische Richtung des Vorhabens vor.
Das Verbundkoordinationsbüro (verantwortet durch PD – Berater der öffentlichen Hand) unterstützt den Länderverbund und koordiniert die länderübergreifende Zusammenarbeit. Die govdigital eG verantwortet als Betreiberin Aufbau und Betrieb der PCI und übernimmt die technische Umsetzung.
Länder, Verbundkoordinationsbüro und Betreiberin arbeiten Hand in Hand, um strategische Steuerung, Koordination und technischen Betrieb miteinander zu verbinden.
Träger des Projekts „Pädagogische Cloud Infrastruktur“ sind die Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Das Vorhaben wird aktuell mit Mitteln des Bundesförderprogramms DigitalPakt Schule gefördert.
Die PCI bietet den Ländern eine gemeinsame, souveräne Cloud-Betriebsplattform mit einheitlichen Sicherheits- und Betriebsstandards. Sie unterstützt bei Prüfung, Migration und Betrieb von Bildungsanwendungen, stellt sicher, dass diese auf dem aktuellsten Stand der Technik bleiben, und erleichtert die gemeinsame Beschaffung von Cloud-Services.
Länderübergreifende Vorhaben können auf einer gemeinsamen technischen Grundlage betrieben werden. Services und Anwendungen lassen sich gemeinsam nutzen und weiterentwickeln. Durch gebündelte Ressourcen und den Austausch von Wissen und Erfahrungen können parallele Strukturen vermieden und perspektivisch Aufwände und Kosten reduziert werden.
Die PCI stellt Rechenleistung, Speicher und standardisierte Betriebsumgebungen für digitale Anwendungen für Schule und Schulverwaltung bereit. Gemeinsame Sicherheits- und Betriebsstandards sowie die Begleitung bei Prüfung, Migration und Betrieb ergänzen das Angebot.
Erste Anwendungen werden bereits auf dieser Grundlage produktiv betrieben. Das Serviceportfolio wird gemeinsam mit den Ländern kontinuierlich erweitert. Perspektivisch sollen auch gemeinsam nutzbare Standardanwendungen das Angebot ergänzen.
Die PCI setzt auf souveräne Cloud-Infrastruktur mit Datenhaltung in Deutschland. Einheitliche Sicherheits- und Betriebsstandards sowie die systematische Prüfung von Anwendungen und Cloud-Services unterstützen einen sicheren und verlässlichen Betrieb.
Die gemeinsame Steuerung durch die Länder und standardisierte technische Lösungen stärken die Kontrolle über die Infrastruktur. Aktuell nutzt die PCI die STACKIT Cloud-Infrastruktur. Sie verfolgt einen Multicloud-Ansatz, der perspektivisch die Einbindung weiterer souveräner Cloud-Anbieter vorsieht und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verringern soll.
Der PCI-Verbund steht weiteren Ländern offen. Interessierte Länder können sich an das Verbundkoordinationsbüro unter kontakt@pci.schule wenden. Dort erhalten sie Informationen zu den Beteiligungsmöglichkeiten und zum weiteren Vorgehen. Über die Aufnahme weiterer Länder entscheidet der Steuerungskreis der PCI.
Neue Verbundländer bringen ihre Bedarfe in die gemeinsame Steuerung und Weiterentwicklung der PCI ein. Dem Verbund können ausschließlich Länder beitreten; Kommunen, Schulträger und Anwendungsverantwortliche beteiligen sich über die zuständigen Stellen ihres Landes.
Die Einbringung von Anwendungen in die PCI erfolgt derzeit über die beteiligten Länder. Schulträger können ihre Anliegen und Anwendungsvorschläge daher zunächst an die zuständige Stelle ihres Landes richten.
Schulträger und Schulen profitieren vom gemeinsamen Angebot, weil auch sie die Anwendungen ihres Landes auf der PCI nutzen können.
Die Einbringung einer Anwendung erfolgt über die zuständige Stelle des jeweiligen Landes. Zunächst prüft das PCI-Team gemeinsam mit den Anwendungsverantwortlichen die grundsätzliche Eignung. In einem technischen Assessment werden anschließend die Ausgangslage und die Anforderungen an den Cloud-Betrieb untersucht. Darauf aufbauend entstehen ein Soll-Konzept und ein Migrationspfad mit den erforderlichen Anpassungen und Umsetzungsschritten. Die Umsetzung führt über Testumgebungen und den Pilotbetrieb bis zum Regelbetrieb.
Für Anwendungen aus Ländern, die noch nicht dem Verbund angehören, ist vor dem Einstieg in den Prüf- und Migrationsprozess eine gesonderte Abstimmung im Steuerungskreis erforderlich.
Nein. Die PCI ist kein klassischer Marktplatz, sondern eine gemeinsame Betriebsplattform der beteiligten Länder für digitale Bildungsanwendungen.
Bestehende und neu entwickelte Bildungsanwendungen können auf der PCI betrieben werden, sofern sie die fachlichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllen.
Die beteiligten Länder entscheiden selbst, welche Bildungsanwendungen bei erfüllter Passung auf die PCI migriert werden. Die PCI schafft so gemeinsame Betriebsstrukturen für die Länder.
Die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) ist ein föderales Cloud-Ökosystem für Bund, Länder und Kommunen. Die PCI ist dagegen eine auf Anwendungen für Schule und Schulverwaltung ausgerichtete Cloud-Betriebsplattform.
PCI und DVC verfolgen zugleich gemeinsame Prinzipien: Nachnutzung, Standards, Zusammenarbeit und digitale Souveränität. Die Vorhaben stehen damit nicht in Konkurrenz zueinander, sondern setzen mit unterschiedlichem Fokus auf vergleichbare Grundprinzipien einer souveränen und kooperativen digitalen Infrastruktur.